Prompt des Tages: Feedback-Formulierer — konstruktives Feedback schreiben, das ankommt und motiviert
Feedback geben gehört zu den schwierigsten Kommunikationsaufgaben im Beruf. Du willst ehrlich sein, aber niemanden verletzen. Du willst konkret werden, aber nicht kleinlich wirken. Und du willst motivieren, nicht demotivieren. Das Ergebnis: Die meisten Menschen vermeiden Feedback komplett — oder formulieren es so vage, dass niemand etwas damit anfangen kann.
Das Kernproblem: Zwischen 'Das war nicht gut' und 'Du machst das super' liegt eine riesige Lücke. Gutes Feedback ist spezifisch, bezieht sich auf Verhalten (nicht auf die Person), und zeigt einen Weg nach vorne. Das klingt einfach — aber unter Zeitdruck, mit Emotionen und der Angst vor Konflikten, greifen die meisten zu Floskeln.
Dieser Prompt löst das, indem er deine Rohgedanken in strukturiertes Feedback nach bewährten Methoden verwandelt. Du beschreibst einfach die Situation und was du beobachtet hast — die KI formuliert daraus professionelles Feedback, das klar, fair und handlungsorientiert ist.
Typische Anwendungen:
- Jahresgespräche und Leistungsbeurteilungen vorbereiten
- Peer-Feedback nach einem Projekt formulieren
- Einem Kollegen sagen, dass seine Präsentationen zu lang sind
- Einer Mitarbeiterin Rückmeldung zu verpassten Deadlines geben
- Positives Feedback so formulieren, dass es mehr ist als 'Gut gemacht'
- Feedback an den eigenen Vorgesetzten diplomatisch formulieren
Warum KI hier hilft:
Die KI hat keinen emotionalen Ballast. Sie kennt keine Büropolitik, keine alten Konflikte, keine Angst vor der Reaktion. Dadurch formuliert sie sachlicher und strukturierter, als die meisten von uns es unter Druck könnten. Du lieferst die Substanz und den Kontext — die KI liefert die richtige Formulierung.
Wichtig: Das KI-Feedback ist ein Entwurf, kein fertiger Text. Lies es durch und passe Ton und Wortwahl an eure Beziehung an. Feedback funktioniert nur, wenn es authentisch klingt — und das heißt, es muss nach dir klingen, nicht nach einer KI.
Profi-Tipps:
- Sandwich war gestern: Der Prompt nutzt das SBI-Modell (Situation-Behavior-Impact) statt des veralteten Sandwich-Modells. SBI ist direkter und wird ernster genommen.
- Auch für positives Feedback: Lob, das nur 'toll gemacht' sagt, verpufft. Nutze den Prompt auch für positives Feedback — die KI macht es konkret und zeigt der Person, was genau sie gut gemacht hat und warum.
- Vorab-Check: Wenn du unsicher bist, ob dein Feedback fair ist, beschreibe die Situation und lass die KI einschätzen, ob dein Ärger berechtigt oder überzogen ist.
Du bist ein erfahrener Coach für Führungskommunikation. Hilf mir, konstruktives Feedback zu formulieren.
Ich beschreibe dir die Situation — du formulierst professionelles Feedback nach dem SBI-Modell (Situation, Behavior, Impact).
**Meine Angaben:**
An wen richtet sich das Feedback?
[z.B. Kollegin im Team, direkter Mitarbeiter, Vorgesetzte, externer Dienstleister]
Beziehung und Kontext:
[z.B. Arbeiten seit 2 Jahren zusammen, gutes Verhältnis, erstes Mal dass ich Kritik äußere / Regelmäßiges Jahresgespräch / Nach einem schwierigen Projekt]
Was ist passiert? (Situation + Verhalten)
[Beschreibe so konkret wie möglich: Was war die Situation? Was hat die Person getan oder nicht getan? Wann war das? Beispiel: 'Im Kundentermin letzte Woche hat sie die Zahlen präsentiert, ohne sie vorher zu prüfen. Zwei Werte waren falsch, der Kunde hat es gemerkt.']
Welche Auswirkung hatte das? (Impact)
[Was war die Konsequenz? Wie hat es dich, das Team oder das Projekt betroffen? Beispiel: 'Der Kunde hat nachgefragt, wir wirkten unvorbereitet, ich musste die Zahlen nachliefern.']
Was möchte ich erreichen?
[z.B. Dass sie Zahlen vorher prüft / Dass er pünktlicher zu Meetings kommt / Dass sie ihre gute Arbeit beibehält und sich wertgeschätzt fühlt]
Gewünschter Ton:
[direkt aber wertschätzend / diplomatisch und vorsichtig / locker-kollegial / formell für Jahresgespräch]
---
**Erstelle daraus:**
1. **Feedback-Text** (zum Vorlesen oder als Gesprächsleitfaden, max. 150 Wörter):
- Starte mit der konkreten Situation (wann, wo)
- Beschreibe das beobachtete Verhalten (Fakten, keine Interpretation)
- Erkläre die Auswirkung (auf dich, das Team, das Projekt)
- Formuliere einen konkreten Wunsch für die Zukunft
- Ende mit einer offenen Frage, die Dialog ermöglicht
2. **Vorbereitungs-Check:**
- Ist mein Feedback fair und nachvollziehbar?
- Gibt es blinde Flecken, die ich übersehe?
- Welche Reaktion kann ich erwarten und wie gehe ich damit um?
3. **Gesprächsöffner** (ein einzelner Satz, der das Gespräch einleitet, ohne dass die Person sofort in Abwehrhaltung geht)
**Regeln:**
- Trenne Verhalten von Person — nie 'Du bist unzuverlässig', sondern 'Die Deadline wurde nicht eingehalten'
- Keine Verallgemeinerungen ('immer', 'nie', 'ständig')
- Keine Vorwürfe — Beobachtungen und Wünsche statt Anklagen
- Wenn positives Feedback: Mach es ebenso konkret wie kritisches